Eine etwas ungemütliche Nachtfahrt mit Sturm und zum Teil 3 m hohen Wellen ließ mich Landratte erst gegen 4h morgens einschlafen. Schon am späten Nachmittag zuvor war der Wind heftig geworden, und das Schiff schaukelte doch ziemlich. Beim Abendessen waren von den wenigen Passagieren noch weniger zu sehen. Es sah aber schon klasse aus, wie Bug oder Heck optisch mal weit über und dann wieder unter der Wasserlinie lagen.
Ich hab mir dieses Auf und Ab eine ganze Zeitlang angesehen, und erst, als ich wegen einer Unterhaltung mit Bjarne das dann nur noch aus dem Augenwinkel sah, wurde mir anfallartig schlecht. Aber keine Sorge, es blieb alles "drin", obwohl ich mir sicherheitshalber später doch ein Anti-K...-Kaugummi holte.
Der letzte Vormittag auf dem Schiff zeigte sich dann wettermäßig wieder von seiner schönsten Seite, schaut selber:
An Bergen kommt niemand vorbei. Diese Hafenstadt wird von traditionellen Schiffslinien über die Nordsee angelaufen.
Die Hurtigrute und alle Fjordlinien enden (oder beginnen) hier. Das gleiche gilt für die Eisenbahn von Wladiwostok, St. Petersburg, Stockholm und Oslo bis hin zur Bergenbahn. Der Flughafen von Bergen fertigt über 3 Millionen Passagiere im Jahr ab.
Die Hanse-Niederlassung Brygge wurde auf die Unesco-Liste der erhaltenswerten Baudenkmäler aufgenommen.
Der letzte Blick auf die M/S Trollfjord
Gegen 14.30h war die M/S Trollfjord im Hafen von Bergen, dem Endpunkt der Schiffsreise, eingelaufen.
Noch vor dem Anlegemanöver wurden die ersten Rettungsboote für die Seenot-Übung zu Wasser gelassen. Der andere Teil der Rettungsboote absolvierte seine Überprüfung einige Zeit später, als ich von Bergen's Stadtberg Floyen aus diesen letzten Blick auf die M/S Trollfjord werfen konnte.
Ich hatte noch eine Übernachtung in Bergen, der Rückflug war für den nächsten Vormittag gebucht. Während der Flug Bergen - Kopenhagen ohne Probleme klappte, mußten wir den Anschlussflieger in Kopenhagen wieder verlassen. Wegen einer technischen Panne konnte/durfte der nicht starten,
Noch gerade rechtzeitig konnte ich Armin erreichen, der schon fast auf dem Weg zum Düsseldorfer Flughafen war und ihn informieren.
Mit reichlich Verspätung kam ich dann in Düsseldorf an.....
"So wie Du strahlst, hat sich die Reise ja gelohnt............"